Übersicht

Ein Hochzeit will früh genug geplant sein, ansonsten wird sie zusammengeschustert und im schlimmsten Fall peinlich wirken.
Mit einer katholischen Trauung ist nicht zu spaßen, es wird viel von Euch erwartet, aber es wird sich für Euch lohnen.

Bei einer guten katholischen Trauung kommt die ganze Dimension dieser Lebensentscheidung "Ehe" erst richtig zum tragen.
Nicht "...ach, ein Versuch kann nicht schaden...", oder "...wenn es mit dem nicht klappt, dann halt mit dem Nächsten...". Nein, hier haben sich zwei Menschen für echte Liebe und echte Treue entschieden, "...bis das der Tod uns scheidet."

Neben der Übersicht (rechts ->) findet ihr unten auf dieser Seite wichtige Hinweise und Tipps, wie man eine Trauung gut und entspannt vorbereiten kann. Auf den anderen Seiten (Ablauf, Tipps&Tricks, Meine Meinung) findet ihr weitere hilfreiche Infos. Viel Erfolg! :) 



(Die) Pfarrer kontaktieren

Meistens sind es zwei Pfarrer, die Ihr kontaktieren müsst:

 

1. den Heimatpfarrer in der Pfarrei, in der Ihr wohnt.(wenn Ihr zwei Wohnsitze habt, dürft ihr Euch aussuchen, wer euer Heimatpfarrer sein soll)

2. den Pfarrer in dessen Kirche Ihr heiraten wollt.

 

Bei eurem Heimatpfarrer macht Ihr einen ersten Termin für das "Ehevorbereitungsprotokoll" aus und das am besten 6-12 Monate vor eurem Trautermin.

Hier findet Ihr eure Heimatpfarrei.

 

Jetzt gilt es zu entscheiden: Heiratet Ihr in eurer Heimatpfarrei oder an einem anderen Ort?Wenn Ihr z.B. eine kleine, schöne Kapelle oder eine andere Hochzeitskirche im Sinn habt, dann müsst ihr den zuständigen Pfarrer ausfindig machen.

 

Wenn die Kirche keine eigene Homepage hat, könnt ihr das zuständige Pfarramt hiermit finden.Dort reserviert ihr eure Lieblingskirche rechtzeitig.

 

Achtung: Bei begehrten Kirchen müsst ihr 12-15 Monaten vorher reservieren, sonst sind alle guten Trautermine meist schon vergeben.



Das Ehevorbereitungsprotokoll

Jetzt wird es bürokratisch, meist aber ganz unkompliziert. Die Kirche will wissen, ob keine Ehehindernisse oder andere Vorbehalte gegen eine Trauung bestehen. Da hat die katholische Kirche andere Regeln, als die evangelischen Glaubensgemeinschaften. Meist ist es ein nettes Gespräch mit dem Pfarrer oder einem seiner Mitarbeiter.

Sollte jemand von Euch schon mal verheiratet gewesen sein, Kinder haben oder aus der Kirche ausgetreten sein, dann schaut mal bei den Tipps&Tricks nach. Es gibt für fast alles eine Lösung.

Achtung: Informiert Euch schon vor dem Termin für das Protokoll, welche Unterlagen das Pfarramt von Euch benötigt. Meist ist es das Taufzeugnis und bei einem nicht-katholischen Partner, der Ledigeneid. Die Pfarrsekretärin wird Euch informieren, wo Ihr die Unterlagen alle herbekommt.

Download
Das Protokoll müsst Ihr NICHT vorher ausfüllen, aber ein Blick hinein lohnt sich.
Ehevorbereitungsprotokoll.pdf
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Welcher Priester traut uns denn nun?

Ja, diese Frage ist oft keine einfache. Fakt ist: Wenn Ihr in Eurer Heimatpfarrei heiratet, also dort, wo Ihr wohnt, dann ist auf jeden Fall der Heimatpfarrer für Euch zuständig, dass heißt aber noch nicht, dass er Euch selber traut, er kann diese Aufgabe auch an einen mitarbeitenden Priester delegieren.

Wenn ihr in einer anderen Kirche heiraten möchtet, kann es sein, dass euch der dort zuständige Pfarrer traut oder es kann sein, dass er sagt, ihr möget doch bitte Euren eigenen Priester mitbringen. Dann wird es kompliziert. Einige gute Strategien habe ich Euch unter "Einen Priester suchen" bei den Tipps&Tricks aufgelistet. 

 

Mit dem richtigen Priester steht und fällt die ganze kirchliche Trauung, daher schaut Euch gut an, wer die Zeremonie durchführen wird. Das sind zwar auch nur Menschen, aber Ihr solltet taff genug sein, euch im Notfall einen eigenen Priester zu suchen, wenn es mit dem zugeteilten gar nicht gehen sollte. Mehr dazu natürlich unter Tipps&Tricks.



Rund um die Musik

Das Thema "Musik" ist entscheidend für eine gelungene Feier, deshalb beschäftigt Euch frühzeitig und intensiv mit diesem Thema.

Ein Grundentscheidung ist direkt zu treffen, kann die versammelte Feiergesellschaft Kirchenlieder selbst mitsingen oder wird das in einem Desaster enden? Wenn ihr 30% regelmäßige Kirchgänger als Gäste habt, dann könnte der Gesang sich einigermaßen gut anhören. Sollten zu viele "Kirchenferne" an diesem Tag dabei sein, lasst das Singen lieber, es hört sich im schlimmsten Fall peinlich an, im allerschlimmsten Fall singt gar keiner mit.

In diesem Fall bucht Euch eine gute Solistin, die 3-4 Stücke zu der Feier beitragen soll. Warum nicht mal knackigen Gospel oder getragenes Klassisches? Und wenn jemand aus der Verwandtschaft oder dem Freundeskreis ein Instrument beherrscht, dann überredet ihn ein Stück beizutragen. Je persönlicher desto besser.

Für alle die gute und singbare Kirchenmusik suchen hat hier ein junger, sympatischer Organist mal die wichtigsten Stücke zusammengestellt.



Welche Lesungen nehmen wir in unserem Traugottesdienst?

Hier gibt es viele Möglichkeiten. Die Bibel ist ja ein sehr dickes Buch und nicht wenige Texte sprechen von der Liebe. Der Liebe Gottes zu seinem Volk Israel, der Liebe Gottes zu seiner Schöpfung, aber es gibt auch viele Liebesgeschichten, ja sogar erotische Liebeslyrik in der Bibel.
Um Euch die Auswahl zu erleichtern habe ich einmal die klassischen Texte zusammengestellt, getrennt in Texte aus dem Alten Testament (rot) und Texte aus dem Neuen Testament (violett + gelb). Darüber hinaus gibt es noch viele weitere Texte, die für genau Eure Trauung geeignet sind. Ein befreundetes paar wählte einen Text, bei dem ein Exorzismus eine große Rolle spielte, weil sie ein Paar sind, dass sich oft streitet, aber eben auch Wege gefunden haben ihre "alltäglichen, kleinen Dämonen" in den Griff zu bekommen. Ihr seht, es lohnt sich, ein wenig kreativ zu sein. "Euer Text" wartet auf Euch.



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Checkliste_Unsere_Trauung.pdf
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